Maßnahmen gegen den Mähtod

Das mit Kadaverteilen verunreinigte, silierte Mähgut kann bei den damit gefütterten Tieren zu Krankheiten oder sogar zum tödlich endenden Botulismus führen. Jägern und Landwirten ist es ein gemeinsames Anliegen, gegen den so genannten Mähtod vorzugehen. Die fortschreitende Entwicklung zu immer breiteren und schnelleren Arbeitsgeräten, die den Landwirten eine möglichst schnelle Bearbeitung der Flächen ermöglichen, wird zu weiter steigenden Verlusten führen, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. „Neben den technischen Möglichkeiten liegt den Jägern an einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Jagdgenossen und Jagdpächtern zur Rettung der Wildtiere“, sagen die Kreisvorsitzenden. Jäger und Jagdgenosse kennen in der Regel aus Beobachtungen die sensiblen Bereiche, in denen die Kitze gesetzt werden. Es gibt verschiedene Methoden, um die Tiere zu vertreiben und vor Gefahr zu retten. So werden zum Beispiel im Wind knisternde Plastiktüten in den Wiesen aufgestellt oder übel riechende Verstänkerungsmittel ausgebracht, um das Wild fern zu halten. „Eine sehr effektive Methode ist das Absuchen der Flächen kurz vor der Mahd mit einem brauchbaren Jagdhund. Falls man ein Rehkitz entdeckt, sollte man dieses nur mit geeigneten Handschuhen anfassen, ansonsten besteht die Gefahr, dass das Tier den menschlichen Geruch annimmt und in der Folge vom Elterntier verstoßen wird“. Voraussetzung für die Rettungsaktion aber ist es, dass der Jäger über den Termin der Mahd rechtzeitig informiert wird. Aber auch durch einfache Veränderungen der Fahr- und Arbeitstechnik beim Mähen kann der Landwirt Verluste vermeiden helfen. Beginnt der Landwirt innen mit dem Mähen, so kann das Wild immer noch nach außen flüchten und sich im nächsten Feld in Sicherheit bringen. Mähverluste müssen nicht sein (pdf-Datei)

22. April 2014 l dp l Foto: piclease big_33451280_0_300-171

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