Mai 2013

big_29801377_0_280-187Ein Netz von Mess-Stationen

Wie langlebig die Folgen atomarer Katastrophen sind, zeigt das Reaktorunglück von Tschernobyl vor 27 Jahren. In den Fallout-Gebieten ist das Schwarzwild noch immer belastet. Mit einem bayernweiten Netz von Radiocäsium-Messstationen sorgt der Bayerische Jagdverband (BJV) seit den 90er Jahren dafür, dass kein verstrahltes Wildbret in den Verkehr kommt. Wildbret ist Dank des Jagdverbands eines der bestüberwachtesten Lebensmittel. Um sicherzustellen, dass nur einwandfreies Wildbret auf den Teller des Verbrauchers kommt, hat der Landesjagdverband ein flächendeckendes Netz von Messstationen in ganz Bayern aufgebaut. Dort wird das Fleisch von Schwarzwild aus kontaminierten Gebieten kontrolliert, bevor es in den Handel kommt. Für diese Kontrolle stehen in Bayern als einziges Bundesland 82 Messstationen zur Verfügung. Sie werden vom BJV mit seinen Kreisgruppen in Eigenregie unterhalten. Jeder Verbraucher, der Schwarzwild kauft, kann das Messprotokoll einsehen Die Kreisgruppe Straubing Stadt und Land im BJV betreibt ebenfalls eine Messstelle, so Rolf-Dieter Pfeilschifter der Vorsitzende..In Bayern werden gegenwärtig durchschnittlich 45 000 bis 50 000 Wildschweine pro Jahr erlegt. Fleisch, das mit mehr als 600 Becquerel pro Kilo belastet ist, muss nach den strengen deutschen und europäischen Fleischhygienerichtlinien vernichtet werden und ist zum Verzehr nicht mehr geeignet.

24. Mai 2013 l dp

 

big_29353906_0_280-157Hände weg von Jungtier

Junge Feldhasen ducken sich in Sassen, Fasanenküken verstecken sich in Wiesen, Hecken und Feldrainen und Lerchen brüten im niedrigen Gras oder in der Ackervegetation. Auch die Rehgeißen setzen jetzt in noch ungemähten Wiesen oder im Wald ihre Kitze, wie es in der Jägersprache heißt. Die Vorsitzenden der Kreisgruppen Straubing Stadt und Land (Rolf-Dieter Pfeilschifter), Bogen (Sepp Niemeier) und Mallersdorf (Ludwig Krinner) appellieren deshalb an Wanderer und Spaziergänger, die Jungtiere auf keinen Fall anzufassen und zu streicheln, auch wenn die gefleckten Rehkitze, die Vogelküken mit ihrem frischen Flaum oder die zitternden Junghasen noch so süß und hilfsbedürftig aussehen.

Selbst wenn es so aussieht, als ob das Kitz und der junge Feldhase von der Mutter verlassen wurden und Hilfe bräuchten, ist das in der Regel der völlig falsche Eindruck. Jungtiere liegen oft regungslos auf der Wiese, damit sie von ihren Fressfeinden nicht wahrgenommen werden. Die Häsin säugt zum Beispiel die auf dem Feld liegenden Junghasen nur einmal am Tag, nämlich in der Dämmerung, um kein Raubwild auf ihre Jungen aufmerksam zu machen. Auch die Rehgeiß lässt den Nachwuchs länger allein, nicht weil sie eine Rabenmutter ist, sondern um ihn zu schützen. Das Muttertier ist meist in unmittelbarer Nähe und passt auf.

Reiter sollten die Wege nicht verlassen und der Hund gehört beim Spaziergang über die Frühlingswiesen unbedingt an die Leine. Während junges Wild für den Spaziergänger nicht zu erkennen ist, spüren freilaufende Hunde die schutz- und wehrlosen Jungtiere schnell auf.

  1. Mai 2013

 

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Frisches Rehfleisch auf dem Markt

Bei diesem Fleisch kann der Verbraucher sicher sein, dass es ein reines Naturprodukt ist ohne Mast, Medikamente und Tiertransport. Auch mit Beimengungen von Pferdefleisch ist sicher nicht zu rechnen. Das garantieren die Jäger aus der Nachbarschaft oder der örtliche Metzger, der von ihnen beliefert wird. Wildbret vom Reh ist sehr fettarm, aber reich an Vitaminen und Mineralstoffen und kann auf verschiedenste Arten zubereitet werden. Auch zum Grillen eignen sich viele Stücke vom Reh. Wildkochbücher geben darüber gerne Auskunft. Mit Beginn der Jagd auf den Rehbock haben die Verbraucher wieder die Möglichkeit, schmackhaftes und gesundes Wildbret aus Bayern auf den Teller zu bekommen. Viele Metzger und auch Gastwirte beziehen ihr Wild direkt vom Jäger und sorgen so dafür, dass Spezialitäten aus der Region angeboten werden. Nutzen Sie diese gute Möglichkeit schon zu Beginn der Jagdsaison.

3. Mai 2013 l dp

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