Es gibt Hoffnung für den Osterhasen Das schöne Frühjahr hilft dem Nachwuchs auf die Sprünge

big_33406705_0_300-223„Vielerorts in Bayern haben wir Jäger wegen der niedrigen Bestände ganz auf die Hasenjagd verzichtet“, sagt Rolf-Dieter Pfeilschifter Vorsitzender der Kreisgruppe Straubing Stadt und Land. Doch in diesem Frühjahr gibt es angesichts des guten Wetters Grund zur Hoffnung: „Das trockene, warme Wetter der vergangenen Wochen ist die beste Voraussetzung dafür, dass die im März gesetzten Feldhasen durchkommen. Für die Stabilisierung der Population ist speziell das Überleben der Märzhasen wichtig.“ Blühflächen – Magnet für Niederwild An einem weiteren Punkt, der das Überleben der Feldhasen sichern soll, arbeiten die Jäger an der Schaffung von Blühflächen, damit der Hase Nahrung und Deckung finde „In den Monokulturen fehlt dem Feldhasen heute ein reichhaltiges, abwechslungsreiches Nahrungsangebot, eine Mischung aus Wildkräutern mit Kamille und Salbei, mit der der Hase sich fit hält, die sogenannte Hasenapotheke.“ Das soll das gemeinsame Blühflächenprogramm von Jägern und Landwirten ändern. Blühflächen, auf denen bis zu 50 verschiedene Blütenpflanzen und Wildkräuter eingesät werden, sorgen für ein gesundes Nahrungsangebot und bieten zugleich Deckung vor gefährlichen Beutegreifern wie Habicht, Fuchs und Krähen. „Bei uns gibt es zwischenzeitlich 1080 ha_Blühflächen“, sagen Pfeilschifter, Krinner und Niemeier. Von den Blühflächen profitieren aber nicht nur unser Niederwild, sondern auch viele Singvogelarten, der Feldhamster, unzählige Insektenarten, und ganz besonders die Honigbienen.

17. April 2014 l dp    Foto: piclease

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