23.10.2015 | Anschreiben des Veterinäramtes Straubing-Bogen: Vereinbarung Trichinenuntersuchungsstelle

Sehr geehrte Herren,

leider mussten wir für die Trichinenuntersuchung aus logistischen Gründen Änderungen bei den Untersuchungstagen und Untersuchungszeiten vornehmen.
Dadurch hat sich auch das Muster für die benötigte Vereinbarung geändert. Sie erhalten deshalb im Anhang das geänderte Muster der Vereinbarung, das Anschreiben mit den neuen Untersuchungstagen bzw. -zeiten (rot) und
die geänderten Hinweis für die Jäger zur Entnahme der Trichinenproben.

Im Anhang erhalten Sie das Vereinbarung_zur_Freigaberegelung.
Die Vereinbarung muss für jeden „Auftraggeber“ nur einmal vollständig aufgefüllt und unterschrieben hinterlegt werden.

Hintergrund ist, dass im Zuge der bevorstehenden Akkreditierung des neuen Trichinenuntersuchungslabors Bogen
mit jedem „Auftraggeber“ eine entsprechende Vereinbarung getroffen werden muss.
„Auftraggeber“ sind in der Regel Schlachtbetriebe, Jäger oder Privatpersonen (Hausschlachtung), die Trichinenproben
zur Untersuchung anliefern.
Geregelt wird darin vor allem wie die Freigabe der untersuchten Schlachtkörper/Wildschweine nach der Untersuchung erfolgt.
Durch diese Vereinbarung ist es möglich, mit einer sog. Sperrfrist zu arbeiten, d.h. die Schlachtkörper/ Wildschweine werden ab einen
bestimmten Zeitpunkt nach erfolgter Untersuchung automatisch als frei von Trichinen angesehen,  solange keine gegenteilige Information an den „Auftraggeber“ erfolgt.
Alternativ müsste für jede einzelne Untersuchung das Ergebnis per Telefon oder Fax mitgeteilt werden. Dies führt letztendlich zu einem deutlich höheren Personal- und Kostenaufwand und damit früher oder später zu deutlich höheren Untersuchungsgebühren.

Bezüglich Untersuchungsgebühren bleibt vorerst alles wie gehabt:

Abgabe der Trichinenproben an einer Sammelstelle oder am Veterinäramt = 9 Euro/Probe
Direkte Anlieferung an die Trichinenuntersuchungsstelle = 7 Euro/Probe

Inwieweit diese Untersuchungsgebühren zukünftig gehalten werden können, ist nicht abzusehen. Nach einer ca. 3 monatigen Anlaufzeit
werden Gebührenaufkommen und laufende Kosten verglichen, was zu einer Anpassung der Gebühren führen kann.
Bitte bedenken Sie, dass durch die Aufgabe des Schlachthofes Straubing der weitaus größte Teil der Trichinenproben wegfällt,
der Aufwand für die Untersuchungen der Proben aus dem Landkreis aber nahezu gleich bleibt und auch zukünftig sichergestellt werden muss.

Ich würde Sie bitten, die Vereinbarung bei der anstehenden Herbstversammlung vorzustellen und evtl. bereits als Kopie auszugeben.
Die Vereinbarungen können dann unterschrieben beim Veterinäramt Straubing-Bogen oder bei der Untersuchungsstelle abgegeben werden.
In der Vereinbarung sind nochmals Öffnungszeiten etc. genannt. Alle weiteren Infos haben Sie bereits in meiner letzten E-Mail erhalten.

Folgende Neuerung gilt ebenfalls ab 01.11.2015:

Die Abrechnung der Trichinenproben erfolgt nur noch über Rechnung!
Bargeldhinterlegungen an den Sammelstellen oder Barzahlungen an der Untersuchungsstelle sind grundsätzlich nicht (mehr) möglich.
Wichtig hierbei ist, dass der Wildursprungsschein deutlich lesbar und vollständig ausgefüllt die Trichinenprobe begleitet und eine Zuordnung sicher möglich
ist (über Nummer der Wildursprungsmarke).
Eine Untersuchung ohne Wildursprungsmarke/Wildursprungsschein ist aufgrund der Vorgaben der Akkreditierungsstelle -wie bisher bereits auch- in keinem Fall möglich.

MfG

M. Sansoni
Veterinäroberrat
Veterinäramt Straubing-Bogen

 

Anderungen_Trichinenuntersuchung

Vereinbarung_zur_Freigaberegelung

Hinweise_fur_Jager_zur_Entnahme_und_Transport_der_Trichinenproben1_3_

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