03.09.2015 | Prüfung abgeschlossen: Nachtzieloptik vom Tisch

Es ist ein Thema, das die bayerischen Jäger gespalten hatte: die Verwendung von Nachtzieloptik zur Wildschweinjagd. Anfang April hatten 51 Jäger Anträge auf eine Ausnahmegenehmigung gestellt: Das Bundeskriminalamt hat alle abgelehnt.
Vor allem Landwirtschaftsminister Brunner (CSU) hätte die auf der üblichen Zieloptik montierten Restlichtverstärker gerne gesehen und ist Anfang 2015 vorgeprescht: Er sorge dafür, dass Ausnahmeregelungen ab Mai dieses Jahres gelten würden. Als Präzedenzfälle wurde Jägern aus den Landkreisen Cham, Regensburg und Regen die jagdrechtliche Erlaubnis von den jeweiligen Unteren Jagdbehörden erteilt. Die waffenrechtliche Erlaubnis mussten sie sich vom Bundeskriminalamt (BKA) einholen, da es sich dabei laut Waffengesetz um sogenannte ‚verbotene Waffen‘ handelt. Auf Nachfrage der Redaktion beim BKA kam aber jetzt heraus, dass sich Brunner offensichtlich vergallopiert hat: ’51 Anträge zur Verwendung von Nachtsichtvorsätzen zur Jagd wurden Anfang August nach umfassender Prüfung ablehnend beschieden‘. Detallierte Begründungen konnte die Redaktion nicht erfahren, da es sich um einzelne Verwaltungsakten handelt, die das BKA nicht herausgeben darf.

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